beobachtungen – tratsch – trash


schaulaufen im baggerloch
Juni 23, 2008, 10:13 am
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gestern sonntag begab ich mich, wie so oft an einem sonnigen tag des herrn, ans baggerloch nach brederis zum sonnen, schwimmen und vor allem beobachten und staunen. integriert man sich einmal nicht aktiv in die konversationen mit seinen partner in crime, hat man genügend zeit um die auffälligkeiten an den menschenscharen, und diese waren gestern wirklich in scharen angetreten, zu beobachten. was fiel auf? wer tanzte aus der reihe?

nun beobachtung nummer eins war natürlich, was mir jedoch schon länger bewusst war, dass das baggerloch in brederis der spot ist, um seine vorzüge zur schau zu stellen. bevorzugt wird dieses revier von mitmenschen während ihrer adoleszenz (wir gehen hier vom alter 17-24 aus) genutzt, kinder mit familien zieht es vermehrt in die eintrittspflichtigen freibäder und personen über 30 sind zwar vorhanden, fallen aber auf wie karotten im gemüseregal, sprich kaum.

punkt eins: typen

der wahrscheinlich am häufigsten vorkommende typus ist der jugendliche, welcher meist mit einem rudel von 3-7 freunden verschiedenen geschlechtes ans baggerloch kommt. primäres ziel des vorhabens: einen netten nachmittag mit freunden verbringen, sekundäres ziel: bräunen, tertiäres ziel: baden. dieser recht angenehme typus stört maximal durch mitgebrachte, aufdringlich anwidernde musik oder der aufgabe, sich dermaßen laut zu artikulieren, damit es auch jeder andere hört.

eine weitere gruppierung stellen die kleinen gruppen mit rein männlichen mitgliedern dar. primär werden hier trainierte körper zur schau gestellt, des weiteren wird sehr viel brautschau gehalten und oft auch durch exzellenz im umgang mit runden fußbällen versucht, die folgenden gruppierungen zu beeindrucken:

die gruppen mit rein femininer beteiligung. eine doch äußerst häufige gruppierung, welche den wert des baggerlochs als in-spot um einiges anhebt. diese gruppen sind primär meist an der sonne und ihre positiven wirkungen auf die haut interessiert. des weiteren wird oft aktuellster gossip ausgetauscht und auch beobachtet, sowohl die herren der schöpfung als auch die gleichgeschlechtlichen mitbewerberinnen. für uns herren natürlich ein gern gesehener typus.

ein freibad wäre kein freibad ohne ältere leute. weit verbreitet ist hier der ältere herr, welcher oft durch einen unglaublichen grad an bräune besticht. für uns herren ist diese gruppe recht gleichgültig, hier müssen wir weder beeindrucken noch rücksicht nehmen, junge und junggebliebene damen sind eher angewidert von den musternden blicken der älteren herren.

zur vervollständigung führe ich hier noch die restlichen besuchertypen an: familien, gaffer, oben-ohne-sonnerinen, einzelpersonen, bodybuilder, kinder, kiosk-biertrinker und extremsportler, welche gerne beim windsurfen, tauchen oder angeln das baggerloch wählen, da sie dort bestimmt gesehen werden.

punkt zwei: tätowierungen erstaunt stelle ich fest, wieviel prozent der besucher tätowiert sind, es ist eine zahl, welche von tag zu tag höher zu werden scheint. das angebot reicht von 2cm standarttattoos über ausgefallene motive, welche größere teile des körpers bedecken. erstaunlich und bedenklich ist die zahl der leute, bei welchen das tattoo bereits aussagt, das es nichts über sie aussagt. sprich personen, welche sich etwas machen ließen, um etwas zu haben. äußerst beliebt sind hier chinesische zeichen verschiedenster bedeutung und tribals in verschiedensten größenordnungen. möchte man aber auffallen, reicht nicht mehr einfach tätowiert zu sein, hier muss ein entweder sehr großes oder sehr ausgefallenes tattoo her.

punkt drei: kleidung ein punkt bei dem die beobachtungsergebnisse weit auseinandergehen. breit gefächert ist das angebot an badekleidung, wir entdecken alles von speedo’s bei herren über einteiler bei damen über kurze shorts bis zu surfshorts und den dazupassenden bikinis, letztere sind gott sei dank bei der jüngeren besucherschicht am weitesten verbreitet. ein größeres auseinanderklaffen gibt es jedoch, bei der gewählten kleidung für die fahrt ins baggerloch. aus männlicher sicht die einfachste variante ist es, surfshorts bereits anzuziehen, tshirt drüber, flipflops anziehen, und der spass kann beginnen. diese variante wird oft gewählt, jedoch bei weitem nicht genug. hier können wir leute beobachten, welche auch bei temperaturen jenseits von 30 grad nicht zurück schrecken, in enge jeans zu schlüpfen und schuhe inklusive socken anzuziehen. gehen diese personen prinzipiell nicht anders aus dem haus oder transpirieren sie nur gerne? :) wir werden es nie wissen.

so, das wars vorerst einmal, eine fortsetzung gibt es vielleicht nach meinem nächsten besuch.

so long…


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